In den Ländern geht’s bunt zu. Jedes Bundesland kocht sein eigenes Süppchen – und das merkst du spätestens im Alltag.
Kollege in Bayern: Brille kaputt, neue Gläser. Heilfürsorge zahlt den Grundbetrag, er legt kaum was drauf. Kollege in Niedersachsen: gleiche Situation, aber plötzlich stehen 300 Euro Eigenanteil auf der Rechnung. Beide stehen am Spind, vergleichen die Quittungen – und der eine lacht, der andere schüttelt nur den Kopf.
Oder Zahnarzt: Arzt fragt, „Keramikkrone oder Metall?“ – in NRW gibt’s die einfache Versorgung, alles drüber zahlst du selbst. In anderen Ländern sind die Zuschüsse so niedrig, dass du für eine vernünftige Krone locker 400 Euro aus eigener Tasche raushaust.
Auch bei Hilfsmitteln wie Hörgeräten oder Physiotherapie hängt es vom Land ab. Während der Bund da mehr übernimmt, müssen Landesbeamte oft erst zum Polizeiarzt rennen und sich alles genehmigen lassen. Und wenn’s dumm läuft, hörst du beim Antrag nur „abgelehnt“ – und der Geldbeutel blutet.
Kollege A bei der Bundespolizei: Heilfürsorge während der aktiven Zeit läuft. Mit der Pension rutscht er in die Beihilfe, Restkosten muss er privat absichern.
Kollege B in Niedersachsen: Schon im aktiven Dienst Eigenanteile bei Zahnersatz. Für eine Keramikkrone haut er 400 Euro aus eigener Tasche raus. Kollege A beim Bund zahlt in derselben Situation nur einen Bruchteil.
Beide dachten: „Ich bin abgesichert.“ In der Realität trennt sie am Ende ein Haufen Geld.