Eine Dienstunfähigkeit wirkt oft wie ein weit entferntes Risiko – bis sie plötzlich zur Realität wird. Ob durch eine Verletzung oder durch einen belastenden Einsatz sobald die ärztlichen Diagnose „Dienstunfähig“ im Raum steht, ist der Dienst schneller vorbei als man denkt.

Was heißt eigentlich dienstunfähig?
Das bedeutet: Du kannst deinen Job als Polizist nicht mehr machen – weil dein Körper oder dein Kopf irgendwann nicht mehr mitspielen.
Und anders als bei normalen Jobs entscheidet das nicht irgendeine Versicherung, sondern dein Dienstherr. Meist reicht schon ein Gutachten vom Amtsarzt – und zack, du bist raus.
Dienstunfähig heißt: Feierabend – ob du willst oder nicht. Was dann kommt, hängt davon ab, ob du noch in der Probezeit bist, Anwärter oder schon auf Lebenszeit verbeamtet.
Anwärter & Beamte auf Probe
- Kein Anspruch auf Ruhegehalt
- Du wirst in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert
Beispiel: Beim Fußball erleidest du einen komplizierten Kreuzbandriss. Du bist dienstunfähig. = keine Versorgungsbezüge, kein Ruhegehalt -> Bürgergeld und neuen Job suchen
Beamte auf Lebenszeit
- Versorgung erst nach fünf Jahren Dienstzeit
- Höhe des Ruhegehalts hängt von Dienstjahren und Besoldung ab
- Beispiel: 10 Jahre im Dienst, A10 → ca. 627 € brutto Ruhegehalt
Warum eine normale Berufsunfähigkeitsversicherung für Polizeibeamte nicht reicht
Viele denken: „Ich hab doch schon eine BU, das passt.“ Leider falsch. Eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt nur, wenn du gar keinen Job mehr machen könntest. Wenn du theoretisch noch irgendwo Akten schieben könntest, gibt’s kein Geld. Nur eine echte Dienstunfähigkeitsversicherung zahlt automatisch, wenn dein Dienstherr dich rausnimmt. Keine Diskussion.
Was du brauchst, um richtig abgesichert zu sein
DU-Versicherung mit echter Dienstunfähigkeitsklausel
Keine abstrakte Verweisung auf andere Berufe
Laufzeit idealerweise bis Pension, nicht nur bis 60
Nachversicherungsgarantie bei Heirat, Kind, Beförderung
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Lass uns darüber sprechen - Von Kollege zu Kollege
Ich nehme mir Zeit für dich. Unverbindlich, auf Augenhöhe und ohne Vertragsgequatsche.
Ich bin Philipp Reinhardt (Polizeikommissar a. D.) – heute unabhängiger Finanzberater. Ich habe erlebt, wie Kollegen zu früh aus dem Dienst mussten. Ohne Absicherung. Ohne Plan.
Heute helfe ich Kolleginnen und Kollegen, diese Lücken rechtzeitig zu schließen – verständlich, ehrlich und ohne Verkaufsdruck. Denn klar ist: Im Einsatz schützt du andere. In der Beratung schütze ich dich.
Häufige Fragen zur DU-Versicherung
- Was ist der Unterschied zwischen einer echten DU-Klausel und einer erweiterten BU-Klausel mit Polizeibezug?
Die echte DU-Klausel erkennt die Entscheidung des Dienstherrn automatisch an – das ist entscheidend. Eine „erweiterte BU-Klausel für Beamte“ reicht oft nicht, da sie im Zweifel vom Versicherer noch individuell geprüft wird. Das kann zur Ablehnung führen, obwohl du längst aus dem Dienst entlassen wurdest.
- Warum reicht eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung für Polizisten nicht aus?
Weil sie in der Regel nicht auf dienstrechtliche Feststellungen eingeht. DU und BU sind zwei verschiedene Rechtsbegriffe – und wenn in deiner BU-Police keine echte DU-Klausel enthalten ist, riskierst du eine Versorgungslücke trotz Versicherung.
- Zahlt die Versicherung auch bei psychischen Erkrankungen oder PTBS?
Ja – wenn sie nicht ausgeschlossen sind und du medizinisch nachweisen kannst, dass du dienstunfähig bist. Gerade psychische Belastungen sind bei Polizisten ein häufiger Grund für DU. Wichtig ist, dass dein Vertrag keine Einschränkungen bei psychischen Erkrankungen enthält.
- Was passiert mit meiner Versicherung, wenn ich den Beruf wechsle oder zur Kripo gehe?
Viele gute Tarife bieten sogenannte Nachversicherungsgarantien oder flexible Anpassungen bei Laufbahnwechseln. Ein Wechsel zur Kripo, zur Verwaltung oder in einen anderen Bundeslandbereich lässt sich oft vertraglich mitabsichern, wenn du rechtzeitig darauf achtest. Das solltest du individuell prüfen lassen.
- Kann ich auch mit Vorerkrankungen eine DU-Versicherung bekommen?
Das kommt auf die Art und Schwere der Vorerkrankung an. Es gibt aber die Möglichkeit, über anonyme Risikovoranfragen herauszufinden, welche Versicherer dich zu welchen Bedingungen nehmen würden – ohne dass das irgendwo gespeichert wird. Das mache ich gern für dich.

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